Schnelle Entscheidung um Gratis-Schulobst für deutsche Schüler nötig 22. Juli 2009
Posted by Tina in Ernährung.Tags: Agrarwirtschaft, Kinder, Landwirtschaft, Obst an Schulen, Schulkinder, Schulobst
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Die Kommunen fordern eine rasche Entscheidung im Streit um Gratis-Schulobst für deutsche Schüler.
Damit das Gesetz noch in dieser Legislatur verabschiedet werden kann, brauchen die Kommunen eine schnelle Entscheidung im Vermittlungsausschuss.
Das Programm sieht vor, Schüler in den Pausen kostenlos mit Obst und Gemüse zu versorgen. Dies hätte auch einen positiven Nebeneffekt auf die Landwirtschaft, da der Absatz damit gesteigert werden könnte und außerdem wird so eine gesündere Ernährung von Kindern ermöglicht. Für das Programm will die EU 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen, wenn Deutschland 18,6 Millionen Euro beisteuert. Allerdings lehnen das die Länder bisher ab, den deutschen Anteil zu übernehmen.
So droht das Schulobst sprichwörtlich im Föderalismusdschungel zu verfaulen. Es wäre bedauerlich, wenn Deutschland als größter Nettozahler in der EU wegen interner Streitigkeiten eine solche Chance nicht nutzen würde.
Der Bundesrat hatte das geplante Programm vor eineinhalb Wochen vorerst gestoppt und wegen der strittigen Finanzierung den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen.
Das wäre doch sehr schade, fast schon fahrlässig, wenn dieses Projekt im Sande verlief. Im Kindergarten meiner Tochter gibt es frei zugängliches Obst und Gemüse. Die Kinder können sich jeder Zeit nach belieben bedienen und das Ergebnis ist spürbar. Das Interesse zu Hause an Obst und Gemüse hat stark zugenommen. Das unsrige alleinige Vorleben hat dazu nicht ausgereicht. Auch ist bekannt und entspricht voll meinen pädagogischen Erfahrungen, dass Verhaltensänderungen in der eigenen altersgleichen Gruppe viel intensiver vorangebracht werden können als in Sondersitzungen bzw. Projekten. Das ist im übrigen auch der Grundgedanke des erfolgreichen integrativen Unterrichtes.