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Evolution- der Mensch ist voller Fehler 21. Oktober 2008

Posted by Tina in Uncategorized.
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Der Mensch ist aus biologischer Hinsicht nicht gerade ein sehr vollkommenes Modell. Die Evolution hat viele offene Stellen im Menschen hinterlassen, mehr als bei anderen Lebewesen. Zum Beispiel der Blinddarm, ein Überbleibsel aus der Frühzeit, ist nicht nur überflüssig, sondern auch störend. Menschen brauchen eigentlich keinen Wurmfortsatz. Das blinde Ende des Dickdarms verstopft sich immer wieder und führt zu unangenehmen Bauchschmerzen. Rund 107.741 Menschen kommen in Deutschland auf Grund einer Appendizitis unters Messer.

Ein anderes Beispiel ist das Auge. Obwohl es eigentlich das bestentwickelte Sinnesorgan ist, sind uns die meisten Wirbeltiere überlegen. Die Wirbellosen sogar weit überlegen.

Der menschliche Sehnerv liefert 85 Prozent der im menschlichen Gehirn gespeicherten Informationen. Wenn man das menschliche Auge mit dem eines Tintenfisches veleicht, erkennt man, dass unser wertvollstes Sinnesorgan falsch funktioniert. Im menschlichen Auge liegen die Licht registrierenden Zapfen und Stäbchen ungewöhnlicher Weise hinter den sie versorgenden Blut- und Nervenbahnen. Man weiß nicht warum. Die Arbeitsgruppe von Detlev Arendt am Europäischen Molekularbiologielaboratorium (EMBL) in Heidelberg versucht die rätselhaften Irrwege der Evolution beim menschlichen Sehorgan durch Studien eines einfachen Borstenwurms zu verstehen. Der Wurm – Platynereis dumerilii – trägt am Kopf eine Ansammlung von Rezeptoren, die an die Stäbchen und Zapfen unseres Auges erinnern. „Diese Lichtrezeptoren ähneln nicht nur strukturell den Lichtrezeptoren des menschlichen Auges, sie benutzen auch dieselben molekularen Bausteine und enthalten das gleiche Sehpigment“, sagt die Wissenschaftlerin Kristin Tessmar-Raible. Die Lichtrezeptoren des Borstenwurmes entstehen während seiner Embryonalentwicklung aus der Oberfläche eines einfachen, flachen Gewebes, der so genannten Neuralplatte und sind direkt dem Licht ausgesetzt.

Die Sehrinde unserer Augen entsteht während der Embryonalentwicklung durch eine Ausstülpung des Neuralrohres. Die Lichtrezeptoren aus dem Inneren des Kopfes gelangen so wieder nach außen in die Peripherie. Allerdings befinden sie sich, im gegensatz zum primitiven Wurm, hinter ihrer Versorgungsschicht, die von jedem einfallenden Lichtstrahl passiert werden muss. Es ist also nicht überraschend, dass diese vorgeschaltete Vernebelung durch Blut- und Nervenfasern nicht unbedingt zur Bildqualität beiträgt.

Die Menschheit ist biologisch betrachtet alles andere als die Krone der Schöpfung.

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